Erfolgreich auf dem Land

Shownotes

Immer mehr Landgasthöfe müssen schließen - wie kann ich mich als Gastrobetrieb im ländlichen Raum weiterhin behaupten und zukunftsfähig aufstellen? Dieser Frage geht Ran an den Pott-Host Linn Grunwald mit ihrem Gast Christian Airich nach. Der junge Gastronom betreibt die Alte Brauerei im badischen Weingarten sowie seit März 2026 das Löwenthor in Gondelsheim (Landkreis Karlsruhe). Airich war viele Jahre Restaurantleiter in der Alten Brauerei, bevor er sie vom damaligen Pächter übernahm und als Erlebnisgastronomie mit Fleisch vom heißen Stein und Krimidinner weiterhin erfolgreich etablierte. Mit stimmungsvollen Außenbereichen und einem Gewölbekeller aus dem 14. Jahrhundert übt die Location einen ganz besonderen Reiz auf Gäste aus der ganzen region aus. Auch Christian Airichs "jüngstes" Restaurant in Gondelsheim, das Löwenthor, hat immerhin schon über 320 Jahre auf dem Buckel. Dort setzt der Jungunternehmer neben dem Fleisch zum Selbstgaren vor allem auf Heimat-Tapas - denn 08/15 ist nichts für den gebürtigen Rheinhessen. Neben Krimidinnern plant er hier viele weitere Unterhaltungsshows von Comedy über Muscial bis Travestie. Wichtige Bausteine für den Erfolg seiner Betriebe sind außerdem der konsequente Fokus auf Digitalisierung und aktive Social-Media-Kanäle. Weitere Infos unter https://altebrauerei.eu sowie https://loewenthor.eu

Transkript anzeigen

00:00:01: Rann an den Pott, der Gastrotalk des Servicebund.

00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Rann An Den Pott!

00:00:09: Wir sind heute zu Gast in Gondelsheim im Löwentor bei Christian Eirich.

00:00:15: Er erzählt uns heute wie man auch auf dem Land Gastronomie erfolgreich machen kann und was es dafür braucht.

00:00:21: Seine Restaurants sind historische Gebäude von seventeenhundert eins sowie aus dem vierzehnten Jahrhundert.

00:00:27: Hallo Christian schön dass du da bist.

00:00:29: Erzähl doch einfach mal wer du bist Und was

00:00:42: du hier machst?

00:01:01: die beste Fleischqualität in der gesamten Umgebung anbieten können.

00:01:04: Und im Löwentor und Gondelsheim fahren wir ein Doppelkonzept, Wir haben einmal den heißen Stein mit einer geringeren Fleischauswahl wie einen Weingarten... ...und haben Heimat-Tapas!

00:01:13: Das bedeutet deutsches Essen in Tapas-Version inklusive Beilage sozusagen.

00:01:18: Wie bist du denn auf diese Idee gekommen?

00:01:20: Ich bin selber ein Mensch, ich kann mich nie entscheiden was ich gerne bestellen möchte.

00:01:24: Ich würde gerne von alles immer ein bisschen bestellen.

00:01:27: So sind wir halt so ein bisschen auf die Idee gekommen, dass wir mal das hier mal in Tappas-Fersionen Probieren.

00:01:31: Und da haben wir ganz, ganz viele Probeläufe gemacht immer wieder probiert und gemacht bis es zum heutigen Stand so ist wie's jetzt ist.

00:01:37: Wie viel Sitzplätze habt ihr in den Häusern?

00:01:39: Wir haben hier zweihundertzwanzig Sitz-Plätze drin und draußen noch mal hundert und im Horrerei haben wir hundertvierzig Sizzplätze drinnen und draußen nochmal neunzig.

00:01:46: Und

00:01:46: mit wie vielen Mitarbeitern wuppst du das?

00:01:49: Wir sind jetzt ungefähr also mit Vollzeit und Nebenjob zusammen sind aber dreißig Personen für beide Häuser.

00:01:54: Aber du tausch die Leute ja auch ein bisschen Lässt sie ein bisschen.

00:01:57: Ja, natürlich ist das ganz wichtig.

00:01:59: Ich habe viele Vollzeitkräfte.

00:02:00: Da ist zum Beispiel auch ganz wichtig wenn es in einem Restaurant was brennt, dass die eine dann darüber geht.

00:02:04: Vielleicht kannst du noch einmal kurz erzählen wie du zum Restaurant gekommen bist überhaupt?

00:02:07: In der alten Rohreinweingarten war ich Restaurantleitung sieben Jahre lang, genau hab da ganz normal gearbeitet und der Pächterdorf ist dann quasi in Rente gegangen.

00:02:17: und dann war die Frage ob ich's übernehmen möchte.

00:02:20: Und dann habe ich gesagt natürlich, ja sehr gerne.

00:02:22: Ich habe mir viel Mühe gegeben und bis Krim mit innen eingeführt.

00:02:25: Also das waren alle schon Ideen die ich mit eingebracht hatte.

00:02:28: Ich hab auch ein sehr digitales Verständnis.

00:02:30: Mir ist zum Beispiel ganz wichtig dass jeder Ablauf der den Service verbessern kann.

00:02:33: Ich nenne jetzt zum Beispiel ein Beispiel.

00:02:35: Ich bin in der alten Brauerei angefangen.

00:02:37: es gab kein Online-Reservierungssystem.

00:02:39: da war so ein Buch.

00:02:40: Die ganze Zeit hat das Telefon geklingelt Tausende von Anrufbeantworter am Samstagabend.

00:02:44: Keine Anrufe, was macht man dann?

00:02:46: Man kann ja keine Sekretärin einstellen!

00:02:48: Da ist es ganz wichtig, dass man ein Reservierungssystem hat, was einen z.B.

00:02:51: total unterstützt im Alltag.

00:02:53: Alle Mitarbeiter haben zum Beispiel die App auf dem Handy und jeder guckt von daheim aus.

00:02:56: wie viele Reservierungen habe ich heute?

00:02:58: Die Kollegin kommt hierher, die macht schon zu Hause den Tischplan, wenn sie herkommt das sie gleich eindecken kann Und der Azubis sieht das gleich in der App.

00:03:04: und so geht es halt in allen Bereichen.

00:03:05: Hier im Löwentor ist es zum Beispiel sehr, sehr groß.

00:03:07: Wir hatten zum Beispiel ein Problem unten am Eingang.

00:03:10: Da ist ja niemand quasi weil das so riesig ist und da ist kein Arbeitsbereich.

00:03:14: Die Leute stehen dann da und rufen dann Hallo!

00:03:16: Ja, da ist niemand.

00:03:17: Deswegen haben wir jetzt ein Fernseher hingestellt.

00:03:19: Da wird ein Video abgespielt.

00:03:21: Das ist ein Video wie ich zeige dass man auf den Knopf drücken soll und dann tun bei Kellner die Armbänder vibrieren und der Kellner kommt und holt dann die Gäste da unten ab.

00:03:29: Es ist das selbe Spiel auch mit dem Essen.

00:03:30: Wenn das essen fertig ist tut die Küche drücken und dann vibriert es auch mit einer anderen Nummer.

00:03:34: Dann weiß der Service okay muss jetzt Essen holen!

00:03:37: dasselbe auch mit der Kasse.

00:03:38: Die Kasse hat einen Display in der Küche und wir bonieren alle mit dem mobilen System, wenn ich jetzt sehe, okay, dich zwei ist gerade Vorspeise und die ist das letzte Salatblatt dann rufe ich schon den Hauptgang ab – ja?

00:03:49: Mit dem Handy direkt!

00:03:50: Und da wird der Bonn automatisch eingereilt.

00:03:52: Da muss man immer gucken, dass es mit digitalen Lösungen immer wieder ein Weg gibt alles zu verbessern.

00:03:58: Wie kommt das bisher an, das Konzept?

00:04:00: Sehr sehr gut.

00:04:00: also wir wurden hier teilweise auch wirklich überrannt gerade in den ersten Tagen.

00:04:04: Wir hatten glaube ich am Eröffnungswochenende direkt innerhalb von vier Tagen, vierhundert-achtzig Gäste und war für uns auch eine sehr, sehr stressige Zeit weil wir den Laden natürlich jetzt noch nie so viel gearbeitet haben mit einem vollen Haus.

00:04:18: Mit neuen Tischnummern und dieses Thema waren noch nicht so wie jetzt genau.

00:04:21: es lief alles trotzdem wunderbar.

00:04:23: Was sind dann so die größten Herausforderungen für dich?

00:04:25: Dieser Spiel diese Zwitschern von hin und her?

00:04:28: das ist für mich immer ganz, ganz schwierig gerade wenn ich zum Beispiel hier im Leventor arbeite mit Hilfe Und auf einmal kriege ich einen Anruf vom anderen Restaurant, dass sich da jetzt schnell gebraucht werde.

00:04:38: Dann ist es so richtig verrückt weil man ist dann an einem Tisch und sagt hallo sind Sie heute das erste Mal hier im Löwentor?

00:04:43: Ich erkläre Ihnen wie es funktioniert.

00:04:44: Dann erklärt man halt wie die Tappe zu funktionieren, wie das Konzept so ist... ...und dann geht man wieder ans Telefon unserer Löwenter Gondelsheimen, dann ruft der andere an, dann fährt man alle Brauereien und muss total umswitschen!

00:04:53: Dann steht man einfach zwanzig Stunden später da und sagt, oh sehn sie heute das erste Mal hier in Weingarten?

00:04:56: Ich erkläre es dir wie funktioniert mit dem heißen Stein.

00:04:58: Das ist dann immer ein bisschen so ein Doppelleben aber gleichzeitig.

00:05:02: Ja!

00:05:02: Das ist schon eine große Herausforderung für mich ja.

00:05:05: Du hast ja hier wunderschöne Locations mit Gewölbekellern und Fachwerk- und Jahrhundertealten Gebäuden.

00:05:11: Die haben ja auch bestimmt ein bisschen Denkmalschutz.

00:05:14: oder auch hier unter Sanierungsarbeit Wie gehst du denn damit um?

00:05:18: Beide Gebäude sind Denk mal geschützt.

00:05:19: Man darf trotzdem relativ... viel in Anführungsstrichen machen und bedeutet, man muss aber probieren das was ist zu erhalten.

00:05:27: Und das ist für uns natürlich das Allerwichtigste.

00:05:29: Es ist natürlich nicht immer leicht.

00:05:30: manchmal kommt man zur Arbeit Wir hatten schon Tage da kommen wir zur Arbeitsstromausfall.

00:05:34: Da ist was hier es war.

00:05:36: es ist halt ein altes Gebäude also beide und man Muss halt immer wieder aktiv was tun.

00:05:40: Man kann jetzt sagen man lässt es jetzt mal so ligge und dann sonst bricht eine Welt zusammen nach dem halben Jahr.

00:05:46: Wie macht man denn deiner Meinung nach eine Gastronomie auf dem Land erfolgreich?

00:05:50: Die Frage hatten wir uns ja auch gestellt.

00:05:52: Also ich habe ja zuerst die alle Brauerei, ich hab dasselbe noch mal jahrelang gearbeitet und dann haben wir hier für das Livento entschieden und haben uns gefragt was hat dieser Laden hier nicht gehabt?

00:06:00: also was hat ihm gefehlt?

00:06:02: Und meiner Meinung nach ist es immer ein Signeter.

00:06:05: Also es ist eigentlich ein Signet, das die Gastronomie ausmacht.

00:06:07: Gut hier hat man mehrere aufgrund des Ambientes der Jahreszahl des Hauses Aber im Essen war hier jeder Känze sind überall immer fertige Tellergerichte Ein Tellerschnitzel beilagelt das und so ist eigentlich glaube ich ninety-fünf Prozent der Gastronomie in ganz Deutschland.

00:06:22: Dann gibt's immer diese Gastronomin, die irgendetwas besonderes haben.

00:06:25: Das sind auch die glaube ich Umkehrschluss auch sehr, sehr viel Mühe geben weil man sich da selber etwas ausdenkt.

00:06:33: Ja und ich glaube das ist so ein bisschen der Schlüssel

00:06:35: Also etwas Neues auszudenken ist das Besondere.

00:06:37: Ja, richtig!

00:06:38: Da steckt halt immer ganz viel Herzblut mit rein.

00:06:40: Die alte Brauerei hat zum Beispiel auch ein Altes am Ende.

00:06:43: Hat auch vom Haus sehr, sehr ähnlich hier wie das Löwentor natürlich verschiedene Jahreszahlen

00:06:47: etc.,

00:06:48: aber die hatte z.B.

00:06:49: der Signetscher Isst-Heißerstein und Steak.

00:06:51: Und dieser Signetschert ist ganz einfach zu verstehen.

00:06:53: Ich hab Lust auf den geilen Steak ich gehe in die alte Brauaerei.

00:06:56: Ich habe Lust auf geile Tapasse dann gehe ich ins Löwentreur in Gold sein

00:06:59: Und du hast ja eigentlich noch ein anderes Signature zusätzlich.

00:07:03: Seid ihr auch in beiden Standorten eine Event-Location?

00:07:07: Was macht Ihr hier alles?

00:07:08: Wir sind der größte Anbieter für Krimi Dinner in ganz Süddeutschland, wir machen hier Comedy-Dinner, Cinema-Diner, Travesty Show, Bolest-Dinnahamma, Dark-Dinna, ganz neue Krimitinnen und Immersives.

00:07:21: Da werden Projektoren aufgebaut und da wird auf der Tischdecke und auf dem Teller ein Krimiti-Nährstück projiziert.

00:07:27: Genau, das machen wir alles mit einem Veranstalter.

00:07:28: Wir sind da sehr zufrieden.

00:07:29: Es ist immer hochprofessionell!

00:07:31: Wie oft bietet ihr solche Events denn an?

00:07:33: Mittlerweile in der alten Brauerei fast alle zwei Wochen haben wir ein Krimitina-Stück manchmal in der Woche sogar zweimal und hier im Löwentor starten wir jetzt im Oktober mit dem ersten Termin gucken aber es genauso wie in der Altenbrauerei wird.

00:07:44: also ich denke auch nächstes Jahr wirds dann drauf raus laufen alle zwei wochen.

00:07:48: Und das ist für euch schon ein sehr wichtiger Umsatzbringer nämlich an.

00:07:52: Es ist erstmal auch ein Umsatzbringer.

00:07:54: und zweitens das eigene Konzept mit, wenn da halt alle zwei Wochen fünfzig- sechstisch Leute kommen.

00:08:00: Die erzähl ich ja auch weiter, wenn es gefallen hat.

00:08:02: Das ist quasi eine Werbemaßnahme gleichzeitig.

00:08:05: Man verdient dabei natürlich auch etwas Geld hier.

00:08:06: Und wie bewerbt ihr eure Angebote?

00:08:09: Wir machen ganz viel über Social Media, über TikTok, wir machen ganz viele Reels die auch manchmal sehr witzig oder peilig sind.

00:08:15: Ja!

00:08:15: Wir machen auch Google Ads und Instagram Ads und der Anbieter selber... hilft uns natürlich auch beim Kartenverkauf.

00:08:21: Legt ihr dann auch Flyer irgendwo aus hier in der Umgebung?

00:08:24: Ja,

00:08:24: wir haben hier immer Flyer auf der Toilette liegen.

00:08:26: Jeder Gast der bezahlte kriegt immer so eine Schatulle mit Bombons und dort sind da Flyers drin, Visitenkarten alles weiteres drin.

00:08:34: Wenn jemand einen Gutschein kauft, kriegt er auch Flyers drinnen für die zusätzlichen Termine und das eine Restaurant unterstützt das andere.

00:08:40: Das heißt, in den alten Brauereien Weingarten kriegt man dann Werbung fürs Liventor und im Liventorn kriegt mal Werbung für alle Brauerenweingarten.

00:08:46: Am häufigsten macht ihr die Krimi den Nassen.

00:08:47: ist es dann auch die beliebteste Veranstaltung?

00:08:50: Das ist die beliebteste Veranstaltung.

00:08:51: Der Unterschied ist so ein bisschen, dass alle Praurerei immer der Krimidina-Standort ist.

00:08:55: Da ist quasi Krimi Diner alle zwei Wochen gemacht aber kein anderes Format und dadurch das die beiden Restaurants nur dreizehn Kilometer entfernt sind, fahren wir hier die anderen Konzepte sozusagen.

00:09:05: Inwieweit würdest du sagen unterscheiden sich jetzt deine Herausforderungen, die du hast von einer Gastronomie, die vielleicht in der Großstadt wäre?

00:09:11: Ja ich würde schon sagen, dass wir auch viel um die Gäste Was heißt kämpfen?

00:09:16: Aber wir müssen uns Mühe geben, dass der Anspruch gerecht wird.

00:09:19: In der Innenstadt hat man halt mehr Laufkundschaft und hat mehr.

00:09:21: diese Spontanität Und bei uns jetzt jeder Gast hier ist für uns sehr wichtig und wir behandeln jeden individuell sehr gut.

00:09:29: Das herausragende ist Wir sind beide Restaurants mit sehr guten Bewertungen.

00:09:32: dabei Liegt aber auch ein bisschen mit dem Service.

00:09:35: Man nimmt sich halt sehr viel Zeit für die Gäste.

00:09:37: Deine Betriebe liegen ja nur so fünfzehn Autominuten voneinander entfernt.

00:09:41: Welche Synergien ergeben Sie denn dadurch?

00:09:43: Es ist sehr, sehr praktisch weil man die Mitarbeiter jetzt ein bisschen individueller einteilen kann.

00:09:48: Das heißt wenn der einen in einer Brauerei ist und da ist zum Beispiel viel los dann geht jemand von hier darüber oder umgekehrt.

00:09:54: Gestern war es so viele haben ihr spontan reserviert und hier hat eine Tegenkraft gefehlt.

00:09:58: Dann habe ich in der alten Brauerei die Lin angerufen.

00:10:00: Kannst du bitte ins Löwentor heute Abend kommen?

00:10:02: Da hätte ja kein Problem.

00:10:03: Man kann also ein bisschen individualer handeln.

00:10:06: Und wie findest du neues Personal?

00:10:09: Meistens über Instagram.

00:10:10: Wir machen dann immer ein Video oder Schaltwerbung und dann finden wir ganz schnell Leute, also auch auf der Jobbörse haben wir eine Anzeige.

00:10:17: Generell hatten wir halt nie so richtig Probleme mit

00:10:19: Personal.

00:10:20: Also apropos Videos.

00:10:21: in einem deiner Videos da bist Du ja auch durch die Stadt gelaufen und hast Leute zum Essen eingeladen.

00:10:26: War das in Weingarten oder Gondelsheim?

00:10:28: In Weingarden und den Karlsruhe in Stadt!

00:10:30: Wie war das für Dich?

00:10:31: Wer hatte die Idee zusammen im Video?

00:10:33: Ich glaube es war die Lena, die Social Media mit uns zusammen machte.

00:10:36: Ja, man muss sich da schon ein bisschen trauen.

00:10:38: Also wir haben vor jedem Video immer Glasseck getrunken und sind dann los!

00:10:42: Man muss sich dann schon trauen einfach so die Leute da anzusprechen ist ja auch etwas ungewohntes.

00:10:45: aber das kann ich zum Glück ganz gut.

00:10:47: Und die Leute sind auch bisher perplex.

00:10:50: Jetzt verrate doch mal dass Geheimnis hinter euren Glückskeksen.

00:10:54: Ich habe gehört ihr habt statt einem Gruß aus der Küche

00:10:57: einen Glücks-Keks.

00:10:59: Hier in Gondelzheim gibt es die größte Glückskekensfabrik Europas Hier am Ort und die meisten wissen das gar nicht.

00:11:05: Und dann sind wir so auf die Idee gekommen, dass man das hier mit einbinden kann.

00:11:08: Dann konnte man sich eine individuelle Sprüche aussuchen... ...und hat dann quasi einen Glückskeks der also den Abend begleiten soll.

00:11:14: Das heißt, die Gäste kriegen am Anfang Glückskes machen ihn auf,... ...die reden schon mal über die Sprüchen.

00:11:18: Das meinte ich halt so ein bisschen mit dem Event-Charakter.

00:11:21: Das gehört halt alles ein bisschen dazu.

00:11:22: Jede Kleinigkeit, die man macht ist etwas als Event.

00:11:25: Was steht da zum Beispiel drin?

00:11:26: Heute sitzt ja jemand gegenüber, der ganz wichtig ist oder der Raum hat schon vieles gesehen.

00:11:32: Heute sieht er dich.

00:11:33: Das ist zum Beispiel jetzt eine Anekdote darauf, dass es hier halt sehr alt ist und man das ein bisschen schätzen

00:11:38: sollte.".

00:11:38: Hast du denn Pläne für die Zukunft?

00:11:40: Gastronomische Art!

00:11:41: –

00:11:41: Das ist ne gute Frage.

00:11:42: Es ist nix in Stein gemeißelt, sag ich mal.

00:11:44: Wir gucken jetzt ob das hier so bleibt wie's ist sozusagen.

00:11:48: Die Reservierungen sind gerade sehr zufrieden, es läuft sehr gut.

00:11:51: Sollte das so weiter bleiben und alles läuft nach Plan könnte ich mir vorstellen Eintrittes zu machen.

00:11:57: Ein drittes auch noch?

00:11:58: Ja, könnte ich mir vorstellen.

00:11:59: Mit demselben Konzept mit der Heimat Tapas.

00:12:02: Also du suchst dann wieder ein schönes altes Haus?

00:12:05: Ich würde nicht irgendwas standardmäßig machen, es soll etwas sein was Historie Geschichte hat.

00:12:09: Das sieht natürlich die Leute an.

00:12:11: Wenn Du also Dein Erfolgsgeheimnis zusammenfassen würdest Was würdest Du sagen, woran liegt das, was bei Euch gut läuft?

00:12:18: Es ist so ein bisschen die extra Meile fahren.

00:12:20: Wir fahren immer die extra meilen.

00:12:22: Ja, also wenn man hier anruft auf ein Haustelefon wir öffnen zum Beispiel erst um siebzehn Uhr und dann ruft ihr an um elf vor dreißig ist mein Handy mit der Fritzbox verbunden.

00:12:30: Und ich rufe von zu Hause aus mit meinem Privat-Handy.

00:12:32: einfach schon die Leute zur Karlloth die alle Brauerei Sie haben uns angerufen oder im Leventor auch Und das machen ja schon die meisten.

00:12:39: Ich glaub, man kriegt eigentlich selten einen Rückruf voll im Restaurant.

00:12:41: normalerweise oder wir hatten es auch schon mal, da war eine Braut, die hat Hochzeit gefeiert und die hat dann während sich die Haare machen lassen hat sie per WhatsApp geschrieben ob sie die Tische doch anders gestellt haben kann.

00:12:52: heißt er kein Problem?

00:12:53: ich war sowieso da habe ein paar WhatsApp Video hab ich seine hingestellt hab mit den Tischen immer alle umgemordelt.

00:12:58: keine Probleme gibt immer zwei Wege wie man die Welt sieht wenn man sagt oh jetzt hat sich die Braut schon wieder gemeldet Man kann doch einfach ganz schnell die Tische umstellen.

00:13:06: Das ist doch kein Problem eigentlich, es war in zehn Minuten erledigt und fertig!

00:13:09: Und

00:13:09: welche Rolle spielen für dich soziale Medien dabei?

00:13:12: Eine ganz große.

00:13:13: In der Gastronomiebranche gibt's ja immer mehr Restaurants, die jetzt mehr Social Media machen, mehr Videos machen.

00:13:18: Ich denke, in zehn Jahren wird das auch der Standard sein, dass fast das Restaurant macht und umso schwerer wirds dann.

00:13:23: Heute ist es noch leichter wie in zehn Jahre, denke ich...

00:13:27: Also was würdest du dann anderen Gastronomen raten, die auf dem Land sitzen und sagen ich will meine Gastronomie fit für die Zukunft machen?

00:13:34: Und viele Gäste haben.

00:13:36: Ich würde sagen der Service ist ganz wichtig.

00:13:39: es fällt uns steht alles mit im Service.

00:13:41: das Essen sollte außergewöhnlich sein.

00:13:43: Es sollte nix Null Acht Fünfzehn sein.

00:13:44: Die Zeit von Null acht fünfzehn ist ein bisschen vorbei und es werden glaube ich nur noch die Gastronome in der Zukunft geben die extra Meile gehen die etwas ganz ganz besonderes machen.

00:13:56: Super Ja, vielen Dank für deine interessanten Einblicke.

00:14:00: Ja, sehr gerne!

00:14:01: Danke.

00:14:01: Dann wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg mit den beiden Häusern.

00:14:05: Vielen Dank und wir geben uns Mühe.

00:14:06: Okay, mach's gut bis bald!

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